the header image

Eishockey -Neue Ligastruktur- Lions steigen in Verbandsliga auf.

0 Share

Eishockey -Neue Ligastruktur- Lions steigen in Verbandsliga auf.

TEXT: Eishockey Landesliga Nord  Neustrukturierung der NEV-Ligen Gleitender Auf- und Abstieg festgelgt Am gestrigen Sonntag, den 22. April 2018, fand die erste Ligentagung nac ...

image_pdfPDF Download

TEXT: Eishockey Landesliga Nord 

Neustrukturierung der NEV-Ligen
Gleitender Auf- und Abstieg festgelgt

Am gestrigen Sonntag, den 22. April 2018, fand die erste Ligentagung nach der abgelaufenen Saison in Schwarmstedt statt und selten verlief eine Tagung mit den teilnehmenden Vereinsvertretern so harmonisch, wie am diesem sonnigen Sontag. Geleitet wurde die Sitzung von Markus Schierbaum (NEV-Präsident) und Götz Neumann (NEV-Fachspartenleiter Eishockey Senioren). Auch Sergej Radowski vom Hamburger Eis- & Rollsportverband war anwesend. Das Thema war klar: Die Stärkung der Regionalliga Nord, die in der abgelaufenen Saison nur 5 teilnehmende Mannschaften hatte. Auch die Verzahnung mit dem Osten war dabei im Gespräch. Eine Zusammenlegung der Regionalliga Nord und Ost war dabei schnell vom Tisch, denn so würde man vielen potentiellen Aufsteigern aus der Verbandsliga abschrecken und da waren sich alle einig, dass nur der Erhalt der Regionalliga Nord das Ziel sein kann. Der sportliche und finanzielle Sprung in die Oberliga ist einfach zu groß und da macht es nur Sinn, wenn die Regionalliga Nord für die Aufsteiger aus der Verbandsliga Nord offen bleibt.
Nach einer Diskussionsrunde und einer eingelegten Pause nahm die Struktur schnell Fahrt auf und das große Problem in den letzten Jahren war schnell identifiziert: Zu oft wurde in den letzten Jahren vom Meister einer Liga auf den sportlichen Aufstieg verzichtet und das wird es in Zukunft nicht mehr geben. Denn in allen drei Ligen sind die Entfernungen ungefähr gleich und auch die Melde- & Schiedsrichterkosten halten sich ebenfalls im gleichen Rahmen. Auch das Thema “Zuschauerverlust bei ausbleibenden Erfolg“ ist ebenfalls kein Faktor, denn schließlich handelt es sich um drei Amateurligen und die Zuschauerzahlen sind nicht in der Höhe, dass das Überleben eines Vereins davon abhängt. In der Verbands- und Landesliga wird bei den meisten Spielen sowieso kein Eintritt verlangt.
Somit kamen die Sitzungsteilnehmer auf den Entschluss, dass der gleitende Auf- und Abstieg von der Landes- bis in die Regionalliga in die Spielordnung festgelegt wird und kein Verein mehr auf den sportlichen Aufstieg verzichten kann. Zudem wurden für die Regional- und Verbandsliga eine Sollstärke von 8 bis 10 Teams festgelegt. Sollten in den nächsten Jahren eine Liga nur 8 Teams haben, wird es keinen Absteiger geben und mit einem sportlichen Aufsteiger aus der unteren Liga aufgefüllt. Das soll die Ungewissheit aus den letzten Jahren im Keim ersticken, ob man für die Regional- oder auch Verbandsliga genügend Mannschaften zusammenbekommen könnte. Auch die Landesliga war davon immer wieder betroffen, denn immer wieder kam es vor, dass Vereine nicht mehr in den oberen Ligen weiterspielen und den „einfachen Weg“ in der Landesliga gehen wollten. Genau das sorgte dafür das die jetzige Landesliga in den letzten Jahren teilweise mehr Mannschaften hatte als in den oberen Ligen zusammen.
Die Frage, was mit einer Mannschaft passiert, die auf ihren sportlichen Aufstieg verzichtet, haben sich die Teilnehmer der Tagung ebenfalls darauf geeinigt, dass diese für diese Spielzeit komplett rausgenommen wird und erst in der Folgesaison ganz unten (in der Landesliga) wieder starten darf. Ein Aufstieg ist Pflicht, das haben sich alle Vereinsvertreter auf die Fahne geschrieben. Also: Wer nicht will, der spielt nicht!
Einzig allein die Celler Oilers, die als “Neueinsteiger“ am Spielbetrieb teilnehmen werden, wurde von den Tagungsteilnehmern die Wahl überlassen, ob sie für die Verbands- oder Landesliga melden. Das wird auch das letzte Mal sein, denn ab der Saison müssen Neueinsteiger in der untersten Liga, die Landesliga, an den Start gehen. Ein sofortiger Start in der Regional- oder Verbandsliga wird es nicht mehr geben!

Und so werden die Ligen ab der Saison 2018/2019 aussehen:

Die Regionalliga Nord wird ab der kommenden Saison mit 9 Mannschaften an den Start gehen und bis Ende Januar in einer Einfachrunde den Meister der Regionalliga Nord ausspielen. Die Mannschaften auf den Plätzen 1 bis 3 qualifizieren sich für die Meisterrunde mit den besten 3 Teams aus der Regionalliga Ost und spielen in einer Einfachrunde den Nord-Ost-Meister aus. Ab 10 Mannschaften qualifizieren sich 4 Mannschaften für die Nord-Ost-Meisterrunde!
Die Mannschaften auf den Plätzen 4-9 spielen in einer Einfachrunde (Qualifikationsrunde) den Absteiger aus. Der Tabellenletzte dieser Runde steht als Absteiger in die Verbandsliga fest!
Sollte die Regionalliga in Zukunft nur mit 8 Teams starten, wird es keinen Absteiger geben.

Die Mannschaften:
Weserstars Bremen (Meister)
Adendorfer EC
Salzgitter Icefighters
Hamburger SV
EC Nordhorn
ECW Sande (vorher Verbandsliga)
Crocodiles Hamburg 1b (vorher Verbandsliga)
Harsefeld Tigers (vorher Verbandsliga)
REV Bremerhaven (vorher Verbandsliga)

Die Verbandsliga Nord wird mit 9 oder 10 Mannschaften starten und bis Ende März eine Einfachrunde austragen. Der Meister steigt in die Regionalliga auf und der Tabellenletzte wird in die Landesliga absteigen. Auch hier gilt in Zukunft: Sollte die Liga mit 8 Teams starten, wird es keinen Absteiger geben. Sollte bereits die 1. Mannschaft in der Regionalliga spielen, darf die 1b-Mannschaft nicht aufsteigen. Die 1b von FASS Berlin darf ebenfalls nicht in die Regionalliga Nord aufsteigen, da die erste Mannschaft bereits in der Regionalliga Ost gemeldet ist!

Die Mannschaften:
Rostocker EC 1b
FASS Berlin 1b
ESC Wedemark 1b
Hamburger SV 1b
Salzgitter Icefighters 1b (Meister Landesliga Nord)
Weserstars Bremen II (vorher Landesliga Nord)
ERC Wunstorf Lions (vorher Landesliga Nord)
EC Pferdeturm Hunters (vorher Landesliga Nord)
EHC Timmendorf 1b (vorher Landesliga Nord)
EC Celler Oilers (möglicher Neueinsteiger)

Die Landesliga Nord wird in Zukunft erst ab einem Teilnehmerfeld von 10 Mannschaften in zwei Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen spielen bis Ende Februrar eine Einfachrunde und danach spielen die Gruppensieger den Landesligameister und Aufsteiger in die Verbandsliga aus.
Sollte die Landesliga in Zukunft unter 10 Teams fallen, wird es keine Aufteilung in zwei Gruppen geben und alle Mannschaften spielen bis Ende März in einer Einfachrunde den Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga aus. Die Landesliga wird in Zukunft auch die Liga sein, die auch mit weniger als 8 Mannschaften starten wird, da die oberen Ligen immer mit Aufsteigern aufgefüllt werden muss!

Die Mannschaften:
Adendorf EC 1b
Adendorf EC 1c
Altonaer SV 1a
Altona SV 1b
Crocodiles Hamburg 1c
Hamburger SV 1c
REV Bremerhaven 1b
MOLOT Hamburg
Harsefeld Tigers 1b
SV Gödens Vikings
EC Celler Oilers (möglicher Neueinsteiger)

Für den Fall, dass in der Verbands- oder Landesliga zwei Mannschaften vom gleichen Verein gegeneinander antreten müssen, müssen beide Spiele (Hin- & Rückspiel) bereits zu Anfang der Saison ausgetragen werden, um so eine mögliche Wettbewerbsverzerrung entgegen zu wirken!

Fazit von der Ligentagung:
Es ist selten, dass eine Ligentagung so harmonisch verläuft und sich alle einig sind! Die Neustrukturierung musste sein, da man sonst das Ungleichgewicht (wenig Mannschaften in der Regionalliga, während sich in der Landesliga die meisten Mannschaften tummeln) nie in den Griff bekommen kann. Eine “Radikalkur“ war unausweichlich. Zudem sorgt die Neustrukturierung auch dafür, dass jede Mannschaft Gewissheit hat, wie es in der Folgesaison weitergeht und somit frühzeitig die Saison planen kann. Einen Aufsteiger aus der unteren Liga wird es immer geben und ein Abstieg fällt nur dann außer Kraft, wenn die Liga unter ein Teilnehmerfeld von 8 Mannschaften fällt. Das sorgt für klare Strukturen in den drei NEV-Ligen.
Diese Tagung hat bewiesen, dass es auch harmonisch zugehen kann ohne ein WENN und ABER. Ganz nach dem Motto „In den Farben getrennt – in der Sache vereint“!