the header image
Ganz starkes Comeback

Ganz starkes Comeback

0 Share

Ganz starkes Comeback

ERC Wunstorf Lions rettet sich mit einem Tor in letzter Sekunde gegen Salzgitter in die Verlängerung VON DIRK HERRMANN Eishockey. Als Schluss war in der Hus-de-Groot-A ...

image_pdfPDF Download

ERC Wunstorf Lions rettet sich mit einem Tor in letzter Sekunde gegen Salzgitter in die Verlängerung

VON DIRK HERRMANN

Eishockey. Als Schluss war in der Hus-de-Groot-Arena, musste beim ERC Wunstorf Lions niemand erklären, warum es schon wieder eine Niederlage gegeben hatte. Zum vierten Mal in Folge ging der Verbandsligist als Verlierer vom Eis, aber diesmal fühlte es sich anders an, ganz bestimmt nicht wie eine Pleite. Auf der Anzeigetafel der Mellendorfer Eishalle stand ein 6:7, doch das war nur ein Ergebnis. Die Geschichte zum Spiel, das David Jasieniak in Überzahl mit seinem Treffer in der vierten Minute der Verlängerung zugunsten der Salzgitter Icefighters 1b entschied, war aus Wunstorfer Sicht viel interessanter.

„Wir können wieder positiv nach vorn gucken“, sagte Heiko Becker. Der Lions-Chef sprach von einer bemerkenswerten Leistung, mit der sich die Mannschaft gegen den Tabellenzweiten durch das Unentschieden nach regulärer Spielzeit ihren ersten Punkt in diesem Jahr sicherte und die nicht zuletzt das Resultat einer „teaminternen Besprechung“ gewesen sei, zu der sich die Spieler angesichts des zuletzt ausgebliebenen Erfolgs in der vergangenen Woche zusammengesetzt hatten. „Die Sitzung hat Früchte getragen“, sagte Becker.

Festzumachen war dieser Eindruck vor allem ab der 52. Minute, als die Lions noch mit vier Toren in Rückstand lagen. Frederik Schultz (8. Minute) hatte zum 1:0 getroffen, Cerderic Neske (37.) zum 2:4, danach legten die Gäste noch zweimal nach. Mit dem 3:6 von Christian Schweizer ging jedoch ein Ruck durch das Wunstorfer Team, das trotz des Ausfalls von Leistungsträgern wie Markus Köppl oder Stephan Nebel nie aufgab – und dann eine Schlussphase hinlegte, die Becker später als grandios bezeichnete.

Nach einem Doppelschlag von Christian Wortmann (55.) und Schultz (56.) zum 5:6 waren die Lions wieder dran und derart erpicht auf den Ausgleich, dass Torhüter Danny Sellmann beim Verlassen des Eises zugunsten eines weiteren Feldspielers zunächst einen eigenen Mitspieler förmlich über den Haufen lief. Keine drei Sekunden vor dem Ende gab es noch einmal Bully im Salzgitteraner Drittel, das ERC-Spielertrainer Jörg Meyer gewann – der Puck gelangte danach zu Neske, der die Scheibe durch die Beine des Icefighters-Torhüters zum 6:6 einschoss. Das seien die Momente, für die man „diese Sportart so liebt“, sagte Becker. Dass Jasieniak per Distanzschuss von der blauen Linie mit dem einzigen Überzahltor dieser Partie nach einer umstrittenen Zweiminutenstrafe für Meyer den Gästen in der Verlängerung noch den Zusatzpunkt sicherte, konnte der Lions-Vorsitzende verschmerzen. „Dieses Spiel hat uns richtig gutgetan“, sagte er.