the header image

Lions feiern dritten Sieg in Folge

0 Share

Lions feiern dritten Sieg in Folge

Dienstag, 4. Februar 2020 Sport Es geht doch: Lions feiern dritten Sieg in FolgeERC Wunstorf gewinnt auch gegen den Hamburger SV 1b und sammelt weiter fleißig Punkte ...

image_pdfPDF Download

Dienstag, 4. Februar 2020 Sport

Es geht doch: Lions feiern dritten Sieg in Folge
ERC Wunstorf gewinnt auch gegen den Hamburger SV 1b und sammelt weiter fleißig Punkte / Blitztransfer Tittus ein Volltreffer

Von Dirk Herrmann

Obenauf: Lions-Spieler Tim Böttcher (links) setzt sich gegen Till Porada durch und freut sich über die Erfolgsserie der Wunstorfer.Foto: Michael Plümer

Eishockey. Noch einmal ein kurzer Blick zurück: Der ERC Wunstorf Lions hat die ersten zehn Saisonspiele verloren. Und jetzt, da das Eishockeyjahr fast vorüber ist, muss man sich fragen, wie das passieren konnte. Dass es der Verbandsligist besser kann, war auch im Verlauf der langen Niederlagenserie schon des Öfteren zu sehen. Doch erst auf den letzten Drücker fangen die Löwen nicht nur damit an, fleißig Punkte zu sammeln. Beim 10:5 (4:3, 4:1, 2:1) daheim gegen den Hamburger SV 1b entschieden sie außerdem jedes Drittel für sich und gewannen beim dritten Sieg in Folge sogar erstmals zweistellig.

Also, es geht doch. Selbst dann, wenn vier Stammkräfte ausfallen. Gegen den HSV musste der ERC auf Ken Uplegger, Daniel Doroshko, Markus Köppl und Arne Schneekönig verzichten – dafür mit auf dem Mellendorfer Eis dabei: Blitztransfer Nicolai Tittus. Einen Tag vor Ablauf der Wechselfrist hat der Klub den gebürtigen Berliner, der für den EHC Neuwied in der zweithöchsten Spielklasse aktiv war und zwischen 1995 und 1998 mit dem deutschen Nationalteam an der U18-EM und U20-WM teilnahm, verpflichten können. Bei den Lions spielt der inzwischen 41-jährige Verteidiger nun mit seinem Halbbruder Frederik Schultz in einem Team.

Mutter macht Transfer möglich

Bei seinem Einstand im Wunstorfer Trikot bereitete der reaktivierte Tittus, zuletzt für FASS Berlin am Puck, gleich zwei Treffer vor. „Wie wir an so einen Mann herankommen? Seine Mutter hat den Wunsch geäußert, dass Nicolai noch einmal gemeinsam mit Frederik in einer Mannschaft antritt“, berichtete Klubchef Heiko Becker. Im Schnellverfahren beantragte der ERC die Spielberechtigung für Tittus, der „wieder mehr Ruhe in unsere Verteidigung“ bringe, sagte Becker. Wenngleich die Lions es offenbar nicht lassen können, trotzdem Gastgeschenke zu verteilen. Gegen die Hanseaten kassierten sie zwei Gegentreffer, als der HSV einen Spieler weniger auf dem Eis hatte. „Da sind wir in dieser Saison einfach zu brav“, meinte Becker.

Angesichts der guten Chancenverwertung hatte dies für die Gastgeber indes keine negativen Auswirkungen. Das frühe 2:0 durch Tore von Patric Bigus nach 18 Sekunden und Philip Rickerts (5. Minute) glichen die Gäste zwar ebenso noch aus wie das 4:2 durch Bigus (12.) und Luca Meyer (14.). Nach dem Doppelschlag von Meyer und Christian Schweizer binnen 24 Sekunden zum 6:4 in der 30. Minute zog der ERC dann aber davon. Rickerts (32.), zwei Überzahltore von Cederic Neske (40.) und Schweizer (43.) sowie Bigus (58.) sorgten für Klarheit.

Drei Spiele, neun Punkte – und die Löwen sind noch nicht satt. Nach ihrem ersten Heimsieg wollen die Wunstorfer in den beiden finalen Partien beim Saisonausklang in der heimischen Arena am Wochenende vom letzten Tabellenplatz klettern und möglichst auch noch ihren Lokalrivalen EC Pferdeturm Hunters überholen. Voraussetzung: Gegen den Rostocker EC Freibeuter (Samstag, 20 Uhr) und den REV Bremerhaven (Sonntag, 12.30 Uhr) muss die Siegesserie halten.