ERC Wunstorf Lions stehen im Finale der Regionalliga Nord! - Deutlicher Sieg und knappe Niederlage gegen CSL Detmold bedeuten Einzug ins Endspiel
Am 28. September und 11. Oktober standen sich die beiden Top-Teams der Regionalliga Nord Staffel B bereits im Halbfinale der Playoffs gegenüber. Insbesondere im ersten Aufeinandertreffen legten die ERC Wunstorf Lions den Grundstein für das Finale durch einen klaren 10:4 Sieg daheim. So startete man mit einem sechs Tore „Vorsprung“ ins Rückspiel und unterlag schlussendlich mit 7:8 denkbar knapp. Insgesamt stand es somit allerdings 17:12 für die Lions nach Toren, was den Einzug ins Finale der Regionalliga und damit das Spiel um den Aufstieg in die zweite Bundesliga bedeutet.
Bereits in der laufenden Saison waren die Spiele gegen den CSL Detmold sehr knapp und hart umkämpft. In der Tabelle der regulären Saison lagen die Löwen am Ende vier Punkte vor den Detmoldern auf Platz eins. Dennoch konnte man vor dem Halbfinale keinen wirklichen Favoriten ausmachen. Zu gleichstark präsentierten sich beide Teams bei den vorherigen Partien und konnten jeweils ihr Heimspiel knapp gewinnen.
Und so ging es am 28. September mit getauschtem Heimrecht zuerst in Wunstorf zur Sache. Hochmotiviert gingen beide Mannschaften in das Spiel. Dabei erwischten die heimischen ERC Wunstorf Lions wohl die besten 20 Minuten der bisherigen Saison, dominierten die Partie und gingen mit 5:0 in Führung. Die Devise für den Rest der Partie war klar, bloß nicht nachlassen. Doch nun kam auch Detmold zu zählbarem und gestaltete die Begegnung offener. Dennoch hatten die Lions immer wieder die passende Antwort und hielten den Vorsprung, woraufhin es mit 8:3 in die letzten 20 Minuten ging. Etwas ließ die Kraft der mit nur zwei Reihen besetzten Wunstorfer nach, jedoch konnten sie das Endergebnis noch auf 10:4 in die Höhe schrauben.
Damit waren die Voraussetzungen für das Rückspiel ziemlich optimal für die Lions und beruhigte bereits im Vorfeld.
Hier waren die Detmolder nun unter Druck, mussten sie doch den sechs Tore Rückstand aufholen. Umso gewarnter waren die Wunstorfer, denn in der deutlich engeren Halle konnten die Detmolder bereits in der Vergangenheit ihre Stärken ausspielen.
Und so waren die Lions zu Beginn schnell in der Defensive gefragt und mussten den Sturmläufen standhalten. Dennoch sah man sich nach dem ersten Drittel einem 2:4 Rückstand gegenüber, welcher bis auf ein 2:5 Anstieg. Um die Sensation nicht zu ermöglichen, mussten die Lions ihr Spiel anpassen und konnten sich bis auf 4:5 heranspielen. Im letzten Abschnitt waren die Löwen dann richtig im Spiel und drehten die Partie auf 7:6, ehe zwei Unachtsamkeiten sie wieder ins Hintertreffen brachten. Doch geschah dies zu spät, als dass es den Ausgang der Serie noch entscheidend verändern sollte und so fanden sich die Mannen um Kapitän Christopher Thieße mit der Niederlage ab. Zwar wurde somit ein Auswärtssieg verpasst, das übergeordnete Ziel des Finaleinzuges allerdings am Ende verdient erreicht.
„Wir haben insbesondere im Hinspiel den Grundstein für den Finaleinzug gelegt. Das war eine sehr komplette Leistung. Im Rückspiel haben wir etwas gebraucht, dann aber in unser Spiel gefunden. Es waren zwei intensive Spiele, körperlich anspruchsvoll aber stets fair. Wir sind bereit fürs Finale und gewarnt, da Wolfsburg zwei sehr gute Mannschaften aus den Playoffs geworfen hat.“ so resümierte Top-Torschütze Maik Gatzka nach der Serie.
Und somit geht es mit den Wolfslinern Reislingen (Wolfsburg) in den kommenden Wochen (Termine werden noch bekannt gegeben), im Finale um den sportlichen Aufstieg in die zweite Bundesliga. Beide Teams standen sich bereits in der Hauptrunde gegenüber und konnten jeweils eine Partie für sich entscheiden. Bereits im Halbfinale standen drei Teams, im Finale nun zwei Teams aus der Staffel der Lions, was zeigt, wie stark diese Staffel bereits besetzt war.
Die ERC Wunstorf Lions danken dem CSL Detmold für zwei sehr spannende, intensive und faire Spiele, sowie den Schiedsrichtern für zwei großartige Spielleitungen. In beiden Partien zusammen kam es nur zu insgesamt drei zweiminütigen Zeitstrafen!
Im Tor:
Nicklas Lucke (60 Minuten), Julien Treichel (60 Minuten)
Im Feld:
Maik Gatzka (6 Tore/1 Vorlage), Marcel Knoke (0/2), Merlin Kranz (2/1), Marvin Langenbach, Dennis Mach (4/5), Stefan Mewes (4/1), Dominik Rüffert (1/2), Fabio Schewe, Christopher Thieße (0/3), Marius Thieße (0/1), Wilke Weber