Sensation bleibt aus ERC Wunstorf Lions unterliegen dem deutschen Vizemeister im Pokal mit 3:15

Am vergangenen Sonntag, den 10. Mai, stand eines der Highlights des Jahres an. In der dritten Runde des ISHD-Pokals empfingen die ERC Wunstorf Lions mit dem ESC Eagles Essen-West keinen geringeren, als den deutschen Vizemeister der vergangenen Saison. Gespickt mit nationaler und internationaler Erfahrung sowie diversen deutschen Meistertiteln in den Jahren 2015-2020 waren die Rollen klar verteilt. Und doch glimmte immer der Funke im Team der Löwen, den schier unbesiegbaren Favoriten doch irgendwie ein Schnippchen schlagen zu können.

Und so zeigten die Wunstorfer eine mutige und engagierte Leistung deren Endergebnis mit 3:15 (1:3/1:6/1:6) den reinen Spielverlauf nicht voll wiedergibt. 

Schon vor der Partie stimmten sich die Lions ein und mahnten, keine Angst vor großen Namen haben zu müssen. Und doch gaben die Essener nach 30 Sekunden gleich einmal die Marschrichtung vor und gingen in Führung. Nun aber waren die Wunstorfer endgültig wach und gestalteten das Spiel offen. Zwei Strafen der Eagles sorgten für eine Überzahl, welche die Lions in Form von Nils Blankschyn zu nutzen wussten. So stand es bis zu 13. Spielminute plötzlich 1:1 mit Chancen auf beiden Seiten. Doch waren es noch zweimal die Essener, die kleinste Unachtsamkeiten gnadenlos bestraften und so ein 1:3 zur Pause auf die Anzeigetafel brachten.

Und doch war die Stimmung in der Kabine der Löwen gut. Zufrieden mit vielen guten Aktionen und lediglich enttäuscht von etwas Abschlussschwäche ging es ins zweite Drittel. Wieder hieß es Überzahl Lions und wieder traf Blankschyn zum Anschluss. Weiter ging es munter auf und ab und ein Klassenunterschied war spielerisch wenig zu erkennen. Einzig im Abschluss nutzen die Essener weiter beinahe jede sich bietende Lücke und schraubten das Ergebnis standesgemäß auf 2:9 in die Höhe. 

In den letzten 20 Minuten galt es nun sich weiterhin teuer zu verkaufen und gegebenenfalls noch einmal durch eigene Treffer nachzulegen. Dies gelang bedingt. Trotz diverser Großchancen wollte der Ball einfach nicht über die Linie. Die Gäste hingegen schossen gnadenlos ein, bis Dennis Mach den dritten Treffer die Lions markieren konnte. Noch einmal trafen die Eagles und sorgten so für den 3:15 Endstand, der sicher um ein paar Tore zu hoch ausfiel und dem Spielverlauf damit nicht ganz gerecht wird.

„Es war für uns alle eine großartige Erfahrung und wir haben gemerkt, dass wir durchaus mithalten können. Am Ende steht in Essen natürlich geballte Hockey-Kompetenz auf dem Platz, der du keinen Zentimeter schenken darfst. Wir haben gemerkt, wie eiskalt dies in der höheren Liga bestraft wird und nehmen viel positives für unsere nächsten Spiele mit.“ so Routinier Sebastian Balke nach der Begegnung. 

Nun haben die Lions erst einmal ein paar Wochen Verschnaufspause, bis es am 21. Juni um 17 Uhr zuhause gegen den CSL Detmold geht.

Statistiken

Im Tor: Nicklas Lucke (40 min), Julien Treichel (20 min/1 Vorlage)

Sebastian Balke, Nils Blankschyn (2 Tore/0 Vorlagen), Maik Gatzka, Lars Hansen, Marcel Knoke (0/1), Merlin Kranz, Dennis Mach (1/1), Robin Mach, Patrick Manthei, Stefan Mewes, Fabio Schewe, Christopher Thieße, Marius Thieße, Wilke Weber